Schauspielführung

In diesem 5 tägigen Workshop haben Regiesseur/innen die Möglichkeit, ihre individuellen Kenntnisse der Schauspielführung zu erweitern. Es werden folgende Inhalte behandelt:

  • Die Arbeit des/der Schauspieler/ins
  • Die Arbeit mit dem/der Schauspieler/in / Probentechniken
  • Chronologisches Inszenieren
  • Achronologisches Inszenieren

Gute Kommunikation zwischen einem Regisseur/einer Regisseurin und seinen/ihrem Schauspieler/innen ist für einen guten Film essentiell. Wer sich Schauspieler/innen- oder Regiesseur/innen- Interviews in ’Making-Ofs’ anschaut, der wird immer wieder folgende Sätze (in dieser oder ähnlicher Form) hören: „… it was wonderful to work with… because I knew I could totally trust her / him.“ Und genau dieses gute Arbeitsverhältnis zwischen Regiesseur/innen und Schauspieler/innen ist in einem guten Film oder Theaterstück zu sehen, bzw. zu spüren.

Aber was heißt das genau?

Ein/e Regisseur/in muss mehrere Dinge beachten, damit eine intensive Arbeit zwischen ihm/ihr und dem/der Schauspieler/in überhaupt stattfinden kann:

  1. Er/Sie muss erkennen, wann der/die Schauspieler/in Hilfe braucht.
  2. Er/Sie muss erkennen wann er/sie der Inspiration des/der Schauspieler/ins freien Lauf lassen sollte.
  3. Er/Sie muss dem/der Schauspieler/in einen Raum verschaffen können, indem er/sie die Arbeit des/der Schauspieler/ins kennt und honoriert.
  4. Er/Sie muss in der Lage sein, eine/n Schauspieler/in über dessen Grenzen hinaus zu tragen, was er/sie nur schaffen kann, wenn er/sie die Arbeit des/der Schauspieler/ins so gut versteht, dass er/sie die Berührungsangst, nicht aber den Respekt verliert.

In diesen 5 Tagen haben 8 Regisseur/innen die Möglichkeit, sich den Schwierigkeiten des Führens von Schauspieler/innen zu stellen.

In Theorieblöcken erfahren die Regisseur/innen die grundlegenden Bedürfnisse und Arbeitsweisen von Schauspieler/innen. Danach werden zusammen mit den Schauspieler/innen Szenen erarbeitet, um unterschiedliche Probentechniken und Herangehensweisen zu erlernen. Die Szenen werden vor die Kamera gebracht und sowohl chronologisch als achronologisch gedreht, um die Probleme von Anschlüssen aller Arten, auch emotionalen, kennenzulernen.

Der letzte Tag dient der Analyse.

Gearbeitet wird mit eigenen Szenen oder mit Szenen aus dem Archiv.
Die Regisseur/innen werden lernen, Schauspieler/innen direkte und schnörkelfreie Anweisungen zu geben und damit einen Weg zu ihren Schauspieler/innen finden.
Das gedrehte Material erhalten alle Teilnehmer/innen ungeschnitten auf DVD.

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